Geschlechtsbestimmung beim Wellensittich

Männchen oder Weibchen erkennt der Halter nicht an dem prächtigen Gefiederkleid oder anhand der Farbe der Wachshaut. Letztere mag bei den wilden Wellensittichen aus Australien klappen, jedoch ist dies durch die Vielzahl an Nachzüchtungen nicht mehr möglich. Es gibt etliche Ausnahmen, daher lohnt es sich, das Verhalten genauer zu beobachten.

Eine blaue Wachshaut macht noch keinen Wellensittich-Mann!

Männchen

  • leuchtende Farben
  • große und gleichmäßige Kehlflecken
  • glattes Gefieder
  • kräftigere Körper
  • längere Schwanz- und Schwungfedern
  • aufrechte Haltung
  • sind den Tag über munter und quicklebendig
  • zwitschern fortlaufend mit lauter Stimme

Weibchen

  • kleiner und unscheinbarer in der Gefiederfärbung
  • kleinere und ungleichmäßige Kehlflecken
  • sitzen oft in gebückter Haltung auf der Stange, leicht aufgeplustert
  • bewegen sich weniger
  • Weibchen füttern sich nicht gegenseitig
  • Zwitschern weniger und leiser

Werden die Tiere in die Hand genommen, so protestieren die weiblichen Tiere meist energisch gegen den Eingriff in ihre persönliche Freiheit, während sich die Männer meist damit abfinden und sich fügen.

Jedes Anzeichen für sich macht noch keine genaue Geschlechtsbestimmung. Jedoch die Häufung an Anzeichen wird die Prozentzahl der Wahrscheinlichkeit entsprechend erhöhnen.

Bei Albinos oder Lutinos bilden sich bei den Männchen meist keine blau gefärbten Wachshäute.

Kranke oder ältere Männchen verlieren oft an blauer Farbe. Dies liegt an der Ausschüttung von Hormonen, welche im zunehmenden Alter abnimmt.

Anders sieht es wieder bei den sogenannten Schauwellensittichen aus. Hier sind es charakteristische Kopfformen, die bei der Geschlechtsbestimmung zählen.